Hallo zusammen, erst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ihr in den letzten Wochen so wenig von mir gehört habt. Ich bin schreibfaul, eine andere Entschuldigung gibt es nicht. Manchmal weiß ich auch nicht so genau was aus meinem Leben hier spannend genug ist, dass es euch interessiert, aber nicht zu privat zum veröffentlichen.
Kleines Abdate seit dem letzten Eintrag bis Ostern. Schaut euch dazu die Fotos noch mal an, da werdet ihr viel wieder finden, über was ich schreibe. Wildcoast: Afrika, wie man es sich als Europäer vorstellt. Hügellandschaft und Xhosa Huts (siehe kleine runde Hütten auf Fotos) so weit man schauen kann. Die Xhosa sind ein südafrikanische Stamm, der an der Wildcoast (ehemalig: Transkei). Überall sieht man Frauen laufen über die Hügel laufen, die auf ihren Köpfen kilometerweit Feuerholz oder Wasser tragen und dazu noch ein Kleinkind an ihren Rücken gebunden haben. Man findet einsame Strände (wenn man die Kühe mal vernachlässigt), Schotterstraßen, auf den man Slalom um Menschen, Pferde, Kühe, Ziegen und unzählige Schlaglöcher (Resultat: 3 platte Reifen) fahren muss. Ab und zu kommt man in kleine Städte in denen es seriously crazy zugeht. Überall sind Menschen, die Städte wirken total überfüllt. An jeder Ecke wird an einer selbst zusammengebauten Ladentheke was verkauft, Müll so weit man schauen kann und vor jedem Geschäft ist ne lange Menschenschlange. Besonders freitags vor den Banken, denn dann ist payday und die meisten Leute werde Cash bezahlt und bringen das Geld zur Bank oder diejenigen, die ihren Lohn direkt aufs Konto bekommen wollen Geld abholen. Ungefähr eine Stunde von Umtata (Nelson Mandela Geburtsstadt) liegt am Ende der „Straße“ (eher Schlaglöcher mit ein wenig Straße), der Ort Coffee Bay direkt am Meer. Coffee Bay ist einer der größeren Orte an der Wild Coast. Und doch besteht er nur aus zwei Hostel, einem Hotel, einen Campingplatz, einen Supermarkt (mit nur einem kleinen Regal mit den kurzfristigen Bedarf) und einer Pizzeria. Hier vergisst man die Zeit. Auch wenn man nur drei Tage bleiben wollte, bleibt man doch ne Woche. Das Backpacker Hostel Coffee Shack (SA für Hütte) ist so was wie ein Club Hotel, nur dass die Luxuszimmer fehlen ;-) Dafür teilte ich mir eine traditionelle Xhosahütte mit Strohdach und Meerblick mit sechs anderen Backpackern. Man kann im Hostel lecker zu abend essen (träume immernoch von frischen Xhosa Brot), bekommt jeden Tag Progamm (Surfen, Wandern, Trommelunterricht, Klippenspringen, traditionelles Abendessen mit Tanz in the village) geboten wenn man mag und feiert abends in der Hausbar. Erst ganz am Ende bekommt man dann die Rechnung von allen Aktivitäten, Essen und Trinken. Da kommt es schon mal zu teuren Überraschungen. Aber man ist ja im Urlaub…. Falls jemand mal nach Südafrika kommen will, mein Tipp: Coffee Bay is the place to be!
Doch irgendwann musste ich mich doch verabschieden und bin weiter in Richtung Norden gefahren. Mdumbi ist ein super Surfspot. Der Ort besteht aus einem coolen Backpacker Hostel, einem kleinen Restaurant und rundherum ein paar Xhosa huts. Das war es auch schon. Das nächste Highlight war das grossartige Hostel Mantis & the Moon in Umzumbe 100 km von Durban. Hier wird das Klima langsam tropisch und das Hostel wurde quasi im Jungle zwischen Bananatrees gebaut. Hier kann man im Baumhaus, im Tipi, in romantischen Holzhütten oder im Dorm schlafen. Es gibt einen kalten Pool und einen warmen Whirlpool (sehr gut für einen entspannten Abend mit einen Gläschen Wein). In der Bar ist die ganze Nacht Party angesagt.
Osterssonntag bin ich dann in Durban (SA:Durbs) angekommen. Weil es so unglaublich heiss war, dachte ich mir, ich gehe ich mal ne Runde zum Stand. Schock! So viele Menschen am Strand hatte ich in Afrika noch nicht gesehen. Es erinnerte mich an Italien, wo man erst mal nach ein Stückchen freie Fläche fürs Handtuch suchen muss... Ich war nicht besonders traurig, dass ich am nächsten Tag die 600km zurück nach Pretoria fahren musste...
So, das war in „Kurzfassung“ der Rest von meinen Osterferien. Was so während der Schulzeit in Pretoria passiert, berichte ich das nächste Mal :-)