Am Samstag vor 17 Tagen habe ich also Pretoria verlassen um mich auf dem Weg für meine große southern Africa Tour zu machen. Für einen wunderbaren Start habe ich erst mal eine dicke Erklältung bekommen. Habe ja die ganze Zeit in der Schule mit Herbstkranken Kindern abgehangen, da musste es mich ja irgendwann erwischen.
Mein erstes Ziel war Durban, welches ich bequem, schnell und günstig mit dem Flugzeug, trotz dicken Schnupfen erereichen konnte. Ich war verabredet mit meinem Kumpel Maurice aus Kapstadt. Sein Flugzeug von P.E. (Port Elisabeth) konnte nur leider nicht wegen schlechen Wetter starten. Also habe ich den Mietwagen abgeholt und bin erst mal alleine in ein einfachen Backpacker eingecheckt und zum Strand gefahren. Zum Glück konnte er doch noch einen späten Flug am selben Tag bekommen. Er gehört schon zu arbeitenden Gesellschaft und wollte daher nicht in Backpackern übernachten. Naja, ich war auch mit dem 4Sterne Hotel um die Ecke von meinem etwas schmutzigen Backpacker Hostel in welches er mich mitgenommen hat ganz zufrieden :-)
Fuer drei Tage bin in ich in das Suedafrikanische Luxusleben eingetaucht. Wir übernachteten in den schoensten Hotels in den Midlands und in den Drakensbergen (they call it "the south african alps") und haben immer super gut gegessen. Ich kam sogar in den Genuss eines Helikopter Rundflugs. Zwischendurch dachte ich mir: Wir könnten eine ganze Familie für viele Wochen ernähren von dem Geld was Maurice in drei Tagen ausgegeben hat. In diesem Land kann man ein super Leben wie in Europa leben, wenn man das nötige kleingeld hat. Jedoch die meisten Menschen kämpfen ums Ueberleben.... Beide Lebensstile leben Seite an Seite. That is SAR! Viele Südafrikaner wissen nicht wie man eine Waschmaschiene bediehnt, weil sie entweder ein Hausmaedchen haben,sich keine leisten können oder sogar ihre Wäsche im Fluss waschen. Ein Land voller Gegensätze!
Maurice ist nach ein paar Tagen wieder nach Kapstadt geflogen und ich bin in den Bergen geblieben. Von dem Hotelleben in einen netten Backpacker am Fusse des Sani Passes (Passstrasse zwischen SA und Lesotho). Im Hostel waren nur drei Gäste, inklusive mir. Nachts war es verdammt kalt und ich war über den offenen Kamin in der Bar und die Wärmflasche in meinem Bett sehr froh. In Pretoria hatte ich ein Päckchen orginal deutschen Glühfix gefunden und ich beglueckte die beiden anderen Gaeste mit Glühwein. Am naechsten Tag haben wir zu dritt eine schöne fünf Stunden Wanderung durch die Drakensberge gemacht (siehe Fotos).
Den folgenden Tag sind wir dann zu fünft den Sani Pass hochgelaufen. Ich wollte nach Lesotho rein. Drei Stunden Bergaufwärts mit einem 20 Kilo Ruecksack ist verdammt anstrengend. Zum Glück haben die Jungst mir die meiste Zeit das riese Ding abgenommen :-) Oben angekommen hat die höchte Bar in Afrika auf 2874m mit einem kühlen Bier auf uns gewartet. Die Anderen sind am nächsten Tag wieder runter nach Suedafrika,doch ich wollte nach Lesotho. Mit meinem Glück habe ich ein paar nette Missionare aus Durban kennengelernt, die zufällig in den selben Backpacker wollten wie ich. Sie haben mich ihren schicken Geländewagen mit genommen. Ab da hat mein Abenteuer angefangen...
Lesotho ist einer der ärmsten Länder der Welt, es wachsen kaum Bäume und ist unglaublich unfruchtbar. Lesotho hat den highest "lowest" point of any country in the world at 1433m. Meine Unterkunft war sehr einfach und auf einem Berg gelegen von dem man in ein kleines Dorf schauen konnte. Es gab kein Strom, aber zum Glück warmes fliessendes Wasser. Am nächsten Morgen habe ich mich auf dem Weg auf eine zweitägige Ponytrekking Tour gemacht. Ich war die Einzige auf der Tour, und bin alleine mit meinem einheimischen Führer durch Täler und über Berge geritten. Nur mit dem Pony oder zu Fuß ereicht man jedes Dorf und die Berggipfel.Das Leben der Menschen schien mir wie im Mittelalter. Frauen tragen 20Liter Wasser auf dem Kopf durch die Berge und waschen die Lesotho Decken im Fluss und Männer treiben die Esel und Ochsen mit Getreide auf dem Rücken durch die Berge. Hirten sind oft Tagelang mit ihren Schafen und Ziegen unterwegs, schlafen in kleinen Steinhütten und sind oft nicht viel älter als 10 Jahre alt. In vielen Dörfern gibt es keinen Strom und nur sehr selten fliessendes Wasser. Die Bastho versorgen sich zum großen Teil selber. Sie bauen Mais, Getreide und ein wenig Gemüse an.
Nach 5 Stunden auf dem Pferderücken sind wie in dem kleinen Dorf angekommen, in dem wir übernachteten. In einem schönen Rondaval war ein Bett f♀9r mich gerichtet aus tausend Decken. Sehr bequem... In dem Küchenhaus wurde Feuer mit Kuhfladen gemacht zum Kochen und zum Heizen. Nur leider gab es keinen Kamin und die Hütte war völlig zugequalmt. Meine Augen brannten wie Feuer, während sonst niemand ein Problen damit hatte. Kaum jemand konnte auch nur ein Wort englisch, aber mit einem Lächeln,Tanz und Musik haben wir uns irgendwie verstanden. Nur die kleinen Kinder hatten zuvor warscheinlich noch kein weisses Mädchen in ihrem Leben gesehen und haben sich hinter ihrern Müttern versteckt. Sie dachten ich bin ein Geist oder so :-) Am nächsten waren einige Kinder schon zutraulicher und ein kleiner kuschelte sich sogar an mich um sich zu waermen. Super suess! Kinder lernen schnell :-)
Der Rueckweg zum Hostel war bitterkalt und es sah sehr nach Schnee aus. Die Nacht hab eich ganz alleine mit Kerzenlicht im Hostel verbacht. Ich hatte genug von Einsamkeit und Kaelte, obwohl es wunderschoen war. Konnte ja auch kein Kontakt mit der "Aussenwelt" aufnehemen,denn mein suedafrikanisches Handy fuktionierte in Lesotho nicht. Ich beschloss jedoch am naechsten Morgen den Bus nach Maseru am anderen Ende des Landes zu nehmen. Es hatte die Nacht ueber geschneit und die Berggipfel waren weiss und ich habe mich um 7 Uhr morgens auf dem Weg zum Bus gemacht. Nach zwei Stunden Busfahrt hielten wir in den dreckigsten Dorf das ich je gesehen habe an. Leute stiegen ein und aus. Frauen reichten Fruechte und Haenchen an die Busfenster zum Verkauf. Eine Stunde spaeter hatte sich der Bus noch nicht aus dem Bus bewegt. Mit ein wenig Englisch und viel Koerpersrache fand ich herraus, dass der Bss nicht weiter fahren kann, weil auf den Bergstrassen zu viel Schnee lag. Wir fuhren also zurueck wo wir herkamen. Ich war ganz und gar nicht happy darueber und anscheinend sah man mir es an. Die Frauen im Bus schauten mich mitleidig an und eine junge Frau die ein wenig Englisch sprach versucte mir gut zuzureden, dass ich mir keine Sorgen machen brauche. Sie bat mir an mir ihr zu ihrer Schwester zu kommen und ich nahm das Angebot dankbar an. Hatte keine Lust mehr alleine zu sein. Sie hat mich also in das kleine Haus ihrer Schwester mitgenommen. Das Haus bestand aus zwei Zimmern und war insgesammt ca 20qm gross. Es gab kein fliessendes Wasser aber Strom und sogar einen TV. Ich bekam heissen Tee und eine duenne Suppe. Danach wurde ich dem ganzen Dorf vorgestellt und habe festgestellt, dass die kleinen Huetten doch sehr sauber und gut organisiert sind. Zum Abendessen gabe es Pap (Maismehl+Wasser Matsche) und Bohnen. Das ist so ungefaehr das billigste Essen, aber es war gar nicht so schlecht. Ich war beeindruckt, dass Menschen die gerade genug zum Leben haben alles was sie hatten mit mir teiten. Toatal liebevolle Menschen. Den Abend habe ich meine neue Freundin, ihre Schwester und ihre zwei Kinder mit meiner DigiCam und Nagellack begeistern koennen. Geschlafen haben wir alle in dem kleinen Zimmer. Kinder und Mutter auf dem Boden und ic und Mohala in einem grossen Bett.
Ich hatte beschlossen es aufzugeben durchs Land mit oeffentlichen Verkehrsmitteln quer durch Lesotho zu fahren. Ich beschloss anstatt das Land auf direten Weg das Land zu verlassen. Nach einen ganzen Tag in ueberfuellten Minibustaxis und Bussen bin ich bei angenehmen 25Grad Celsius in Umzumbe (100km suedlich von Durban) in meinem Lieblingshostel angekommen. Ich hatte seit zwei Tagen gar nicht und seit 5 Tagen nicht mehr heiss geduscht und war super fertig, muede, ungeschminkt und dreckig. Ich brauchte erstmal ein Bier! Ich ging also direkt an die Bar. Da war dieses amerikanische Maedchen sagte zu mir: "You are so beautiful, you could be a Model!" Ich dachte:"I have no idea what you are talking about, but I love you!" :-) Ich war froh wieder zurueck in der Zivilisation zu sein! Heisse Dusche, Internet, Handy...
Zwei Tage spaeter ging mein Flug in das wunderschoene Kapstadt. And here I am and I am loving this place!!
Freitag, 12. Juni 2009
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