Mittwoch, 20. Mai 2009

Panik in der Frauen WG


Drei Mädels wollten sich nur einen gemütlichen Abend in Gammelklamotten, auf dem durchgesessenen Sofa mit ein paar Folgen Girlmore Girls machen. Und dann…. Schreck!!! Läuft eine riesige Ratte (vielleicht war es auch ne sehr große Maus) durch das Wohnzimmer!!! Ahhhh! Reaktion: Siehe Foto. Schlagartig, haben wir unseren mutigen Mitbewohner noch mehr vermisst, als wir es eh schon tun. Wo sind die Männer wenn man sie braucht? Die laufen mit Taschenlampe über das Schulgelände…. Die Sicherheitsleute! Die Rettung! Mit rufen und winken (wir konnten ja nicht unsere Position auf Stuhl und Sessel verlassen) Haben wir einen der Männer auf uns aufmerksam gemacht. Lächeln machte sich der Sicherheitsmann also auf Rattenjagt. So konnten wir doch noch mit Girlmore Girls den Rest des Abends genießen.

Samstag, 16. Mai 2009

J-Bay to Durban

Hallo zusammen, erst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ihr in den letzten Wochen so wenig von mir gehört habt. Ich bin schreibfaul, eine andere Entschuldigung gibt es nicht. Manchmal weiß ich auch nicht so genau was aus meinem Leben hier spannend genug ist, dass es euch interessiert, aber nicht zu privat zum veröffentlichen.

Kleines Abdate seit dem letzten Eintrag bis Ostern. Schaut euch dazu die Fotos noch mal an, da werdet ihr viel wieder finden, über was ich schreibe. Wildcoast: Afrika, wie man es sich als Europäer vorstellt. Hügellandschaft und Xhosa Huts (siehe kleine runde Hütten auf Fotos) so weit man schauen kann. Die Xhosa sind ein südafrikanische Stamm, der an der Wildcoast (ehemalig: Transkei). Überall sieht man Frauen laufen über die Hügel laufen, die auf ihren Köpfen kilometerweit Feuerholz oder Wasser tragen und dazu noch ein Kleinkind an ihren Rücken gebunden haben. Man findet einsame Strände (wenn man die Kühe mal vernachlässigt), Schotterstraßen, auf den man Slalom um Menschen, Pferde, Kühe, Ziegen und unzählige Schlaglöcher (Resultat: 3 platte Reifen) fahren muss. Ab und zu kommt man in kleine Städte in denen es seriously crazy zugeht. Überall sind Menschen, die Städte wirken total überfüllt. An jeder Ecke wird an einer selbst zusammengebauten Ladentheke was verkauft, Müll so weit man schauen kann und vor jedem Geschäft ist ne lange Menschenschlange. Besonders freitags vor den Banken, denn dann ist payday und die meisten Leute werde Cash bezahlt und bringen das Geld zur Bank oder diejenigen, die ihren Lohn direkt aufs Konto bekommen wollen Geld abholen. Ungefähr eine Stunde von Umtata (Nelson Mandela Geburtsstadt) liegt am Ende der „Straße“ (eher Schlaglöcher mit ein wenig Straße), der Ort Coffee Bay direkt am Meer. Coffee Bay ist einer der größeren Orte an der Wild Coast. Und doch besteht er nur aus zwei Hostel, einem Hotel, einen Campingplatz, einen Supermarkt (mit nur einem kleinen Regal mit den kurzfristigen Bedarf) und einer Pizzeria. Hier vergisst man die Zeit. Auch wenn man nur drei Tage bleiben wollte, bleibt man doch ne Woche. Das Backpacker Hostel Coffee Shack (SA für Hütte) ist so was wie ein Club Hotel, nur dass die Luxuszimmer fehlen ;-) Dafür teilte ich mir eine traditionelle Xhosahütte mit Strohdach und Meerblick mit sechs anderen Backpackern. Man kann im Hostel lecker zu abend essen (träume immernoch von frischen Xhosa Brot), bekommt jeden Tag Progamm (Surfen, Wandern, Trommelunterricht, Klippenspringen, traditionelles Abendessen mit Tanz in the village) geboten wenn man mag und feiert abends in der Hausbar. Erst ganz am Ende bekommt man dann die Rechnung von allen Aktivitäten, Essen und Trinken. Da kommt es schon mal zu teuren Überraschungen. Aber man ist ja im Urlaub…. Falls jemand mal nach Südafrika kommen will, mein Tipp: Coffee Bay is the place to be!

Doch irgendwann musste ich mich doch verabschieden und bin weiter in Richtung Norden gefahren. Mdumbi ist ein super Surfspot. Der Ort besteht aus einem coolen Backpacker Hostel, einem kleinen Restaurant und rundherum ein paar Xhosa huts. Das war es auch schon. Das nächste Highlight war das grossartige Hostel Mantis & the Moon in Umzumbe 100 km von Durban. Hier wird das Klima langsam tropisch und das Hostel wurde quasi im Jungle zwischen Bananatrees gebaut. Hier kann man im Baumhaus, im Tipi, in romantischen Holzhütten oder im Dorm schlafen. Es gibt einen kalten Pool und einen warmen Whirlpool (sehr gut für einen entspannten Abend mit einen Gläschen Wein). In der Bar ist die ganze Nacht Party angesagt.

Osterssonntag bin ich dann in Durban (SA:Durbs) angekommen. Weil es so unglaublich heiss war, dachte ich mir, ich gehe ich mal ne Runde zum Stand. Schock! So viele Menschen am Strand hatte ich in Afrika noch nicht gesehen. Es erinnerte mich an Italien, wo man erst mal nach ein Stückchen freie Fläche fürs Handtuch suchen muss... Ich war nicht besonders traurig, dass ich am nächsten Tag die 600km zurück nach Pretoria fahren musste...

So, das war in „Kurzfassung“ der Rest von meinen Osterferien. Was so während der Schulzeit in Pretoria passiert, berichte ich das nächste Mal :-)

Freitag, 17. April 2009

Unglaublich aber leider wahr!!

Mein Mitbewohner hat schon einen kurzen Blogeintrag über die derzeitige Situation an der DSP geschrieben.

http://chubby1985.blogspot.com/2009/04/tragodie-der-deutschen-schule.html

Mittwoch, 1. April 2009

On the road...

Am letzten Freitag hat sich meine Reisegruppe auf 4 Maedels verkleinert und wir haben Cape Town in unserem chicen roten Auto verlassen. Der Plan ist so viel wie moeglich von der Ostkueste zu sehen und am Ostermontag wieder in Pretoria anzukommen.
Die high lights waren bis jetzt waren: Wahnsinnig grosse Sandduenen, so dass man denken koennte man waere in der Wueste, Kanufahren im National Park, surfen und reiten am traumhaften Strand. Die letzten Tage sind wir in Backpacker abgestiegen, die direkt auf dem Strand gebaut wurden. Morgens Zaehneputzen mit Meerblick und danach erst mal eine Runde Joggen am Stand. Abends ein lecker Savanna trinken und am Strand am Lagerfeuer die Milchstrasse bewundern. Ich koennte mich an so ein Leben gewoehnen.
So bald man hier aus den Grossstadten rauskommt, ist es auch nicht mehr so wild mit der Kriminalitaet. Man sieht Haeuser ganz ohne Mauer und Stacheldratzaun!!! Ich fuehle mich sicher genug alleine rumzulaufen (nicht nachts), die Leute sind viel relaxter und die Natur ist sehr beeindruckend. Mal faehren wir durch Wuestenaehnliche Landschaften und eine Stunde spaeter koennte man denken wir waeren in den Alpen. Dann staendig lange weisse Sandstraende... Bin gerade in Jeffrey’s Bay. It’s all about surfing and shopping! Hier gibt es Outletstores von allen Surfermarken und ich war erst mal richtig gross shoppen! J Morgen gehen wir Sandboarden. Wie Snowboarden nur auf Sand. Habe ich voll bock drauf ;-)
Sehr bald gibt es neue tolle Fotos...

Dienstag, 24. März 2009

Cape Town























Unterrichten an der deutschen Schule ist super, aber Urlaub ist noch viel besser!!!
Seit letzten Freitag bin ich mit tollen Leuten in Cape Town! Ich fühle mich hier viel sicherer als in Pretoria (obwohl gestern einer Freundin die Tasche geklaut wurde) und genieße es in dieser tollen Stadt rumzulaufen. Strand, Berge, Shoppen, Feiern...hier fühle ich mich wohl :-)
Ich habe schon so viel erlebt in dieser kurzen Zeit. Zum Beispiel habe ich nette Südafrikaner getroffen, deren Telefonnummer ich von einem Freund in Miami (Jason, travelmate aus Oz) bekommen habe. Reisen bringt die Welt zusammen... Elle hat mich also zu einem Sundowner (Drink zum Sonnenuntergang) zum Stand mitgenommen und Maurice hat mich toll zum Fischessen eingeladen und mir ein paar angesagte Clubs gezeigt. Es ist echt das Beste Leute zu haben, die die Stadt kennen, so lernt man auch Orte kennen die nicht im Reiseführer stehen. Für alle die je nach Cape Town kommen: Fahr zum Llandudno Bay! Ein traumhafter Strand an dem auch das coole Springfoto von Jenny und mir entstanden ist.
Gestern sind wir mit der ganzen Truppe Tour (7 Leute) auf den Tafelberg gelaufen. Nach guten 5 Stunden Einsamkeit mit wunderschöner Aussicht kamen wir erschöpft auf dem Gipfel an. Dort warteten auf uns schon viele gut gestylte Touristen mit Flipflops, welche gemütlich mit der Seilbahn raufgefahren waren. Mhmm, schon ein wenig deprimierend, aber der Aufstieg hat sich troztdem gelohnt und wir sind dann auch enspannt mit der Seilbahn runter gefahren.
Am Abend dann schön Krokodil, Springbock, Strauß und so ein Zeug bei Mama Africa essen... Ein schöner Tag in Afrika!
Heute waren wir am Kap der guten Hoffnung. Dort haben wir kleine süße Pinguine bei unanständigen Sachen und beim Brüten beobachtet und am Cape Point einen atemberaubenden Sonnenuntergang beobachtet! Auf dem Rückweg sogar ein paar Kudus (auch sehr lecker), einen Strauß (yummy), Paviane und ein fettes Stachelschwein gesehen :-) Es ist so toll wieder an der Küste zu sein! Es fasziniert mich immer wieder! Zitat von Jenny, die auch 2004 in Australien war: "Warum sieht es eingentlich am Ende der Welt überall gleich aus?" Es stimmt schon, sehr viel erinnert mich hier an meine Zeit in Australien, besonnders die Landschaft! Doch die Menschen (besonders diese, die keinen brittischen Hintergrund haben) und die Tiere sind ganz anders! Alles ist hier viel langsamer und schon gar nicht klappt alles auf Anhieb. Meine Gedult wird hier auf jeden Fall auf die Probe gestellt, da warten ja nicht wirklich meine Stärke ist... Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Mein Flug von Jo'bung nach C T war überbucht und der Ersatz zu spät, die Packer im Supermakt bewegen sich in Zeitlupe und bis ein Mini Bus Taxi losfährt, muss man warten bis es vollgestopft ist. Morgen fahren wir nach Robeen Island, die Insel auf der Nelson Mandela 27 Jahre lang eingespeert war! Am Freitag geht es dann die Ostküste hoch! Gonna hit the road! Freu mich schon! Aber überlege jetzt schon noch mal für ein Wochenende nach C T zu fliegen!

Montag, 9. März 2009

Adventure weekend at Blyde River
















Letztes Wochenende war mal wieder ein aufregendes Wochenende. Mit zwei voll geladenen Autos sind wir am Samstag sehr früh am Morgen vier Stunden in Richtung Nord-Osten/ Krüger Park gestartet. Das Ziel war der fast 30km lange Blyde River‘s Canyon, eine der beeindrucktesten Landschaftszenerien in Südafrika (laut Lonely Planet). Am ersten Tag sind wir hauptsächlich von einem zum nächsten atemberaubenden Aussichtspunkten gefahren, von denen wir unglaublich weit in den Canyon und sogar bis in den Kruger park schauen konnten. Ein in fantastisches Gefühl von Freiheit überkam mich und ich war überwältigt von der Schönheit dieses Landes …
Am Abend nach dem wir uns mit super leckeren gefüllten Pfannkuchen den Bauch vollgeschlagen hatten, gab es nur noch ein Ort wo wir hin wollten. In den beheizten Pool unseres Hostels mit einem Glas südafrikanischen Rotwein. Das ist ein Leben…. Das einzige überzeugende Argument mich dort wegzulocken, war eine nächtliche Spitztour zu einem der wunderschönen Wasserfälle. Ein sehr romantischer Anblick so ein Wasserfall im Vollmondlicht mit kleinen selbstleuchtenden Pilzen runter rum.
Die Nacht im 9er Dorm war nach diesem langen Tag sehr erholsam. Auf jeden Fall für diejenigen (ich) die Oropacks mitgebracht hatten ;-).
Der nächste Tag ging wieder früh los. Drei von unserer Truppe sind in den Krüger Park zum Tiere gucken gefahren und die mehr abenteuerlustigen haben sich als Start in den Tag erst mal von einer 50 m hohen Brücke gestürzt. siehe Youtube http://www.youtube.com/watch?v=ug8EFfI9xck. Kein Bungee Jump, sondern sog. ein Bridge Swing. Nicht ganz so schlimm wie Bungee, eher ne rissige Schaukel mit nur einem sehr kurzen freien Fall. Aber glaubt mir, es ist spannend genug!!!!
Nach dem Bridge Swing war eine vier Stunden Canyon Tour angesagt. Mit Neoprenanzügen und Helmen Ausgerüstet ging es über Stock du Stein, über und unter Wasserfälle, durch und mit reißenden Gebirgsbächen. Wir sind von Wasserfällen gesprungen, an Bäumen runtergerutscht und auf rutschige Felsen geschlittert. Alles im Ganzen, eine richtige Adventure tour :-)
Am Sonntagabend sind wir dann erschöpft, aber glücklich wieder an der DSP angekommen. Schönes Wochenende…
Nächstes Wochenende geht es mit der ganzen Stufe sieben auf Klassenfahrt zum Zelten….

Dienstag, 3. März 2009




























Es tut mir leid, dass ich im Moment so schreibfaul bin... Es ist zwar nicht so, dass ich mich hier ueberarbeite, jedoch muss ich neben unterrichten und hospitieren auch noch Tennis- und Volleyball spielen, im Pool schwimmen, shoppen gehen, Painball spielen, faul in der sonne liegen und am Wochenende das wilde Afrika entdecken. Ihr seht also, ich habe viel zu tun… ;-)
Die Schueler hier an der DSP sind alle super lieb und machen immer alles ganz toll mit. An der DSP koenne die Lehrer echt nicht meckern….

Unter der Woche passiert in meinem Praktikantenleben nicht viel, was fuer die "Aussenwelt" interessant waere. Ich kann auch gar nicht wirklich viel machen ohne Auto. :-( Oeffentliche Verkehrsmittel gibt es hier kaum und nach Einbruch der Dunkelheit fuer blonde deutsche Praktikantenin auch nicht zu empfehlen. Ich habe mir ein Fahrrad organisiert, damit kann ich wenigstens selbststaendig zum Supermarkt fahren. Wow…. :-) Bis auf beim Supermarkt war ich noch nie irgendwo alleine. Komme mir vor als ware ich wieder 12 Jahre alt, aber so ist das eben hier…. Waere ja auch langweilig wenn ich mein Leben genauso wie in Heidelberg einfach weiterleben koennte.

Vorletztes Wochenende habe ich ein Stueck Afrika gesehen wie man es aus dem Bilderbuecher kennt. Habe viele tolle Tiere wie Nashorn, Elefant, Zebra und Flusspferd zum ersten mal in Freiheit gesehen. Unglaublich tolles Gefuehl … Anders als im Zoo, waren wir Menschen im Kaefig (Auto oder kleine umzaeunte Wege) und die Tiere konnten und in Ruhe beobachten… Einen tollen Bericht ueber unser Safari Wochenende findet ihr auf dem Blog von meinen grossartigen ;-) Mitbewohner, Mitpraktikant, Tennispartner und Freizeit Entertainer Sandro. http://chubby1985.blogspot.com/

Letztes Wochenende war leider Regen vorraus gesagt, deswegen hatten wir Praktikanten keine aufregende Wochenendtour geplant, jedoch waren wie mit ein paar Leuten Paintball spielen! So ein riessen Spass!!! Aber auch verdammt schmerzhaft!!!!

So, mal wieder zu viel rumgelabert, aber so kennt ihr mich ja... lol

Dieses Wochenende geht es vielleicht wieder irgendwo hin, mal sehen, ihr werdet es erfahren….

Viele Gruesse an alle aus Pretoria von der schon gut gebraeunten Kirsten :-)